Chronik der Schiffswallfahrt

 

Dies ist ein Textauszug der Chronik der Schiffswallfahrt des Niederrheins.

Eine ausführliche Chronik wird zu einem späteren Zeitpunkt eingestellt.

 

 

Wie kam es zu den Wallfahrten nach Bornhofen?

 

Die Pfarreien Bockum, Linn und Oppum zu Krefeld veranstalteten alljährlich eine Wallfahrt nach Kevelaer. Da diese im Jahr 1917 wegen Passschwierigkeiten nicht stattfinden konnte, besuchte man erstmals die Gnadenstätte in Bornhofen am Rhein.

 

Organisiert wurde diese Wallfahrt, an der 545 Pilger teilnahmen, von Oberpfarrer Joannes Augstein.

 

Dem päpstlichen Nuntius Eugenio Pacelli – München (der spätere Papst Pius XII.) war es zu verdanken, dass auf dem Schiff zelebriert und der päpstlichen Segen erteilt werden durfte.

 

Dem Wunsche zahlreicher Pfarrangehörigen entsprechend, wurde im vierten Kriegsjahr eine Bittwallfahrt zur Schmerzhaften Muttergottes nach Bornhofen unternommen, an der sich 543 Pilger beteiligten.

 

1924 wurde die Rosenkranzbruderschaft Bornhofen gegründet. Sie wurde später der Erzbruderschaft in Rom angeschlossen und zählt 1961 schon 3000 Mitglieder.

 

Am 26. Januar 1939 verstarb Oberpfarrer Augstein. In den 40 Wallfahrten, die er seit 1917 geleitet hatte, wurden insgesamt 25.709 Pilger zur Muttergottes von  Bornhofen geführt.  Nach Oberpfarrer Augstein war der spätere Offizial D. Dr. Josef Brosch für die Organisation zuständig.

 

Bedingt durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges konnten von 1940 – 1945 keine Wallfahrten unternommen werden. Die schöne Tradition wurde ab Juni 1946 wieder aufgenommen und bis zum heutigen Tag ununterbrochen fortgeführt.

 

Zur Jubiläumswallfahrt 1967 erschien eine kleine Festschrift über die vergangenen 50 Jahre. Im gleichen Jahr drehte die ARD auch einen Film über die Wallfahrt des Niederrheins.

 

Offizial D. Dr. Josef Brosch führte und leitete die Wallfahrt nach dem Tod von Pfarrer Augstein bis zum Mai 1978. Bei der Herbstwallfahrt 1978 konnte Josef Brosch wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr teilnehmen. Am 21. November 1978 nahm ihn Gott, der liebende Vater in seine ewige Herrlichkeit auf. Zu diesem Zeitpunkt lag die Leitung bereits in den Händen von Pfarrer Wilhelm Maqua, der von da an auch die handschriftliche Chronik bis 2008 weitergeführt hat.

 

1998 wurden die deutschen Franziskaner aus Bornhofen verabschiedet und das Kloster an die Franziskanerprovinz Krakau übergeben, die seitdem den Wallfahrtsort betreut.

 

Im Jahr 2007 übernahm Pfarrer Manfred F. Bub die geistliche Leitung der Schiffswallfahrten, um Pfarrer Maqua zu entlasten.

 

Seit 2008 begleitet auch eine Sanitätskraft vom Malteser Hilfsdienst Düren die Wallfahrten.

 

2009 konnte die hunderttausendste Pilgerin geehrt werden. Bis zur 184. Wallfahrt im August 2016 waren es bereits 107.207 Pilger, die durch die Schiffswallfahrten zur Schmerzhaften Mutter nach Bornhofen geführt wurden.

 

Ab dem Jahr 2010 war Pfarrer Maqua gesundheitlich nicht mehr fit genug, um die gesamte Organisation zu übernehmen. Er wurde bis 2015 von einem ihm befreundeten Ehepaar unterstützt, das allerdings bedingt durch rückgängige Pilgerzahlen, die Wallfahrt nicht mehr weiterführen wollte. Somit war es unsicher, ob im 99. Jahr des Bestehens überhaupt nochmal eine Wallfahrt organisiert werden kann.

 

Glücklicherweise hat sich der Freundeskreis des Kloster Bornhofen bereit erklärt, für das Jahr 2016 die Organisation und Durchführung zu übernehmen.

 

Dem Freundeskreis und dem Franziskanerkonvent ist es auch zu verdanken, dass die Tradition weitergeführt werden kann, indem sie am 29. Oktober 2016 Interessierte ins Kloster eingeladen haben, wo dann die Absicht erklärt wurde, den Verein „Rosenkranzbruderschaft Bornhofen – Schiffswallfahrt des Niederrheins“ zu gründen.

 

Mit der Neustrukturierung der Wallfahrten ging die seelsorgerische Leitung auf die Patres vom Kloster Bornhofen über. Derzeit ist als Leiter Pater Eryk in dieser Funktion.

 

Am 23. Februar 2017 erfolgt die Eintragung in das Vereinsregister Koblenz unter der Nummer VR 21522.

 

Somit ist die Rosenkranzbruderschaft Bornhofen -  Schiffswallfahrt des Niederrheins ein eingetragener Verein und kann die Zusatzbezeichnung e. V. im Namen führen.

 

Das Bild aus den Anfangsjahren der „Schiffsprozessionen nach Bornhofen“ zeigt ganz links den Gründer der Wallfahrten Oberpfarrer Joannes Augstein. Dritter von rechts: der damalige Guardian Damian Helmke  vor dem KD-Dampfer „Hindenburg“                                                                                            Foto: Archiv

Bei Fragen kontaktieren Sie:

 

Joseph Aschenbrenner

1. Vorsitzender

Pfarrer-Rody-Str.12

52353 Düren

02421 / 9 80 99 98

email: joseph@schiffswallfahrt.de

 

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